 | Nonnas (2025) | | (NEU) Kommentar von Colonel 28.05.2026 10:41 Uhr | Charmante wahre Story über die „Enoteca Maria“, wo echte italienische Großmütter kochen. Leider deutlich zu fade umgesetzt. Trotz viel Potenzial köchelt der Film über weite Strecken auf Sparflamme: vorhersehbar, wenig Biss und die Dynamiken zwischen den Figuren wollen nie wirklich auf Temperatur kommen. Vince Vaughn bleibt dabei recht blass, das Drehbuch glatt wie ein Nudelholz. Erst zum Dessert in den letzten 20 Minuten serviert der Film endlich das, was man die ganze Zeit auf der Karte vermisst hat: eine atmosphärische, herzliche Stimmung, bei der das Herz warm wird.
Fazit: Durchaus sympathisch, aber eher Hausmannskost als große Kino-Küche. Dann doch lieber "Chef" oder "Hundred-Foot Journey" einlegen. | |
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 | Send Help (2026) | | (NEU) Kommentar von Colonel 28.05.2026 10:38 Uhr | When Karma strikes back - Eben lacht sich Rich-Kid-CEO Mr. Preston mit seinen Buddies noch kaputt über das Survival-Bewerbungsvideo von Büro-Mauerblümchen Linda, da stürzt der Firmenjet auch schon ab und beide landen auf einer einsamen Insel. Na wer lacht jetzt? Denn von nun wendet sich das Blatt und Linda gibt den Ton an.
Zwar packt Sam Raimi das Ganze in ein Survival-Setting, aber eigentlich geht es viel mehr um die herrlich giftige Dynamik zwischen diesen zwei Figuren - wahnwitzige Figurenentwicklungen inklusive, denn Linda findet an ihrer Rolle sichtlich gefallen. Dank ständig neuer Einfälle und Eskalationsstufen bleibt der Film über weite Strecken erstaunlich kurzweilig. Warum der Film dann nicht zum kompletten Überflieger abhebt, liegt dann am Ende dann an der doch recht einfach gestrickten Story sowie stereotypen Charaktere. Zum Glück werden diese aber durch gut aufgelegte Amy McAdams und Dylan O’Brien ausgefüllt. | |
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 | Wuthering Heights - Sturmhöhe (2026) | | (NEU) Kommentar von Colonel 28.05.2026 10:36 Uhr | Emerald Fennell gelingt ein einnehmendes Liebesdrama, das den Zuschauer mit Intensität, sexueller Spannung und emotionaler Wucht über mehr als zwei Stunden in seinen Bann zieht. Ihr Film lebt dabei vor allem von der enormen Chemie ihrer beiden Hauptdarsteller, zwischen denen es stets gewaltig knistert. Anziehung, Sehnsucht und emotionale Reibung sind in beinahe jeder gemeinsamen Szene förmlich spürbar.
Auch wenn in der zweiten Hälfte irgendwann mehr gerammelt als erzählt wird, liegt darin gleichzeitig der eigentümliche Reiz des Films. Nämlich wie seine Figuren von einem Geschwür des sexuellen Verlangens langsam von innen heraus zerfressen werden.
Gerahmt wird das von einer visuell äußerst ansprechenden Inszenierung, angetrieben von einem drängenden Streicher-Score, der überraschend auch mal moderne Poptöne in dieses klassische Setting einwebt. Das wirkt frisch, eigenwillig und aufregend. | |
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 | Back to Black (2024) | | (NEU) Kommentar von Colonel 28.05.2026 10:34 Uhr | Back to Black ist eine ganz nette Erinnerung an das musikalische Ausnahmetalent Amy Winehouse. Ihr skandalträchtiges, viel zu kurzes Leben hätte zahlreiche Ansatzpunkte für ein Biopic geboten. Sam Taylor-Johnson entschied sich jedoch dafür, sich vor allem auf die Hassliebe zwischen Winehouse und ihrer On-off-Beziehung Blake Fielder-Civil zu konzentrieren.
Herausgekommen ist eine stark romantisierte Version von Amy Winehouses Aufstieg und Fall, die insgesamt sehr glattgebügelt wirkt und oft nach Schema F abläuft. Denkt man an Rocketman oder Better Man, sieht man, wie einfallsreich Musiker-Biopics auch erzählt sein können. Hier hangelt sich Taylor-Johnson eher brav an den bekannten Eckpunkten ihrer Karriere entlang, fügt die größten Songs meist chronologisch und oft in voller Länge ein, klammert dafür aber bewusst andere Momente und Personen ihres Lebens aus. | |
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 | Ballad of A Small Player (2025) | | (NEU) Kommentar von Colonel 28.05.2026 10:31 Uhr | Mit „Im Westen nichts Neues“ und „Konklave“ hat Edward Berger Hollywood aufgemischt und seine Vielseitigkeit gezeigt. „Ballad of a Small Player“ verlegt das jetzt in eine neongetränkte Casinohölle in Macau, in der ein spielsüchtiger Betrüger seinem nächsten vermeintlichen Glück hinterherjagt. Das sieht zunächst fantastisch aus, klingt großartig und holt einen anfangs sofort ab. Nur leider entpuppt sich der Film mit jeder weiteren Minute mehr als elegant ausgeleuchtetes Verwirrspiel. Die Erzählung wird zunehmend verkopft, surreal und selbstverliebt in ihren mehrschichtigen Deutungsebenen. Berger will die Unklarheit vermutlich genau so. Am stärksten ist der Film jedoch immer dann, wenn er real wirkt und die Zerrissenheit seiner Hauptfigur ganz direkt seziert. Davon hätte es mehr gebraucht, von der nebulösen Symbolik deutlich weniger.
Fazit: Visuell ein Fest. Inhaltlich eher ein schöner Absturz ins Ungefähre. Solide 6 von 10 Spieljetons. | |
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 | Sponsor (2025) | | (NEU) Kommentar von Spreewurm 27.05.2026 23:44 Uhr | IMDb: 5,1
https://www.imdb.com/de/title/tt35544250/ | |
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